20 + 1 Jahre Wirtschaftsfrauen Schweiz | Die Wirtschaftsfrau
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Im Papiersaal Zürich ist der 20 + 1 Jubiläumsanlass erfolgreich durchgeführt worden

20 + 1 Jahre Wirtschaftsfrauen Schweiz

Am 3. September 2019 lud Clivia Koch, Präsidentin der Wirtschaftsfrauen Schweiz, zum grossen 20+1-jährigen Jubiläum in den Papiersaal nach Zürich ein. Neben geladenen Gästen wie Regierungsrätin Carmen Walker Späh, Nathalie Bourquenoud, Mitglied der Mobiliar-Geschäftsleitung oder Executive Searcher Doris Aebi gab sich der Zukunftsforscher Dirk Helbing die Ehre und hielt eine Keynote zum Thema „Womenomics“.

 Seit nunmehr zehn Jahren führt Clivia Koch den bedeutendsten Wirtschaftsverband für Frauen in der Schweiz als Präsidentin an. Seit 20 (oder eben: 21) Jahren engagiert sich der Verband für geschlechtermässige Heterogenität in der Schweizer Wirtschaft und Politik. Der Verband Wirtschaftsfrauen Schweiz positioniert sich als starker Sparring-Partner für Unternehmerinnen und Frauen in Kaderfunktionen, nimmt aktiv Einfluss auf Meinungsbildung und -austausch zu Wirtschaftsthemen und kommuniziert u.a. via Kommissionen gegenüber Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur.

Neue Arbeitsmodelle

Prof. Dirk Helbing zeichnet die Trends auf, wie sich die Rolle der Wirtschaftsfrau in der Zukunft verändern wird. Er führte aus, dass sich die Wirtschaft aufgrund der digitalen Transformation auf völlig neue Arbeitsmodelle einstellen müsse. Erfreulich allerdings: In Zukunft sei Diversität entscheidend. „Wir müssen vom eindimensionalen Denken der bisherigen und heutigen Firmenstruktur wegkommen und vermehrt Netzwerkstrukturen schaffen. Die klassische 100%-Anstellung wird künftig durch Projektarbeit ersetzt. Dazu muss der Mensch bereit sein, seine Lebens- und Arbeitsweise von einem ich-bezogenen zu einem kooperativen Verhalten umzustellen.“

Diversität anstreben

Diese Einschätzung teilte Nathalie Bourquenoud, Mitglied der Mobiliar-Geschäftsleitung, in der nachfolgenden Podiumsdiskussion. Sie erkennt bei den heutigen Millennials länger schon das Bedürfnis, vermehrt auf Projekt- oder Mandatsbasis zu arbeiten, anstatt fest eingebunden in ein Unternehmen zu sein. Sie stellt auch fest, dass das Streben nach Karriere bei den Jungen keine Priorität hat. Vermutlich dürfte u.a. hier eine Erklärung zu finden sein, weshalb man für Karrierejobs oftmals kaum Frauen findet, obwohl es durchaus entsprechend ausgebildete Frauen gibt.

Auch David Bachmann, junger und multipler Unternehmensgründer, berichtet von Schwierigkeiten, Frauen für Kaderfunktionen anstellen zu können. Bei Stellenausschreibungen investiert er 60% der Aufwendungen in Werbung für Frauen und nur 40% für Männer – und dennoch melden sich 90% Männer.

Frauen sind weniger bereit, sich in eine starre Firmenstruktur hinein zu geben, meint auch Ljuba Manz-Lurje, Grand Dame der Hotellerie in der Schweiz.

Gemischte Teams sind erfolgreicher. Darin sind sich alle auf dem Podium einig. „Bei der richtigen Zusammensetzung eines Verwaltungsrats gilt es verschiedenste Kriterien zu berücksichtigen, insbesondere die notwendigen Kompetenzen sowie unterschiedliche, aber kooperative Persönlichkeiten“, so Executive Searcher Doris Aebi. „Und dafür gibt es genügend Frauen, die passend und qualifiziert sind.“

Nach der Podiumsdiskussion wurden drei Persönlichkeiten mit einem Award für ihre ausserordentlichen Leistungen zur Förderung von Frauen und für ihre Vorbildfunktion ausgezeichnet: Regierungsrätin Carmen Walker Späh, Prof. Martin Hilb für seine Pioniertätigkeit als früher Förderer von Frauen und Erhöhung des Frauenanteils in Verwaltungsräten, und Tina Turner (sie war verhindert, den Preis persönlich entgegenzunehmen).

Kategorie

News

Publiziert am

12.09.2019

Hashtag

#diewirtschaftsfrau #event #WirtschaftsfrauenSchweiz

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