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Was verstehen Schweizer KMU unter Digitalisierung? Welche Projekte treiben sie diesbezüglich voran? Der vierte KMU-Spiegel der Fachhochschule St.Gallen untersuchte sieben Branchen und präsentiert nun die Ergebnisse.

Digitalisierung verändert alle KMU – aber nicht gleich

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Gleichzeitig besteht insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen eine grosse Unsicherheit, worauf sie sich beim Thema Digitalisierung fokussieren sollen, denn die Digitalisierung führt zwar in allen Branchen zu Veränderungen, aber in unterschiedlichem Ausmass und in ganz verschiedenen Geschwindigkeiten. Der vierte KMU-Spiegel der Fachhochschule St.Gallen untersuchte, was Schweizer KMU unter Digitalisierung verstehen und welche Projekte sie vorantreiben. Insgesamt wurden sieben Branchen beleuchtet und die zentralen Ergebnisse in sechs Erkenntnissen festgehalten.

Digitalisierung ist nicht überall das Gleiche

Digitalisierung ist zwar in aller Munde, wird aber wohl auch deswegen unter verschiedenen Stichworten diskutiert, so dass es noch kein klares Begriffsverständnis gibt, erklärt Prof. Dr. Rigo Tietz vom IFU-FHS, einer der Autoren der Studie. Zwar würden
bereits die meisten Unternehmen digitale Projekte verfolgen, jedoch seien für die unterschiedlichen Branchen jeweils ganz verschiedene „digitale“ Themen von Bedeutung.

Digitalisierung ist zwar in aller Munde, wird aber wohl auch deswegen unter verschiedenen Stichworten diskutiert, so dass es noch kein klares Begriffsverständnis gibt, erklärt Prof. Dr. Rigo Tietz vom IFU-FHS, einer der Autoren der Studie. Zwar würden
bereits die meisten Unternehmen digitale Projekte verfolgen, jedoch seien für die unterschiedlichen Branchen jeweils ganz verschiedene „digitale“ Themen von Bedeutung.

KMU sehen sowohl Chancen wie Herausforderungen

Die grössten Herausforderungen der Digitalisierung liegen nicht allein auf der technischen Seite, stellen die Autoren der Studie fest und schreiben:

„KMU fehlen oftmals die notwendigen finanziellen Ressourcen, um den hohen Investitionsbedarf bewältigen zu können.”

Als weitere Herausforderungen identifizieren sie fehlende Kompetenzen bei Mitarbeitenden, eine erhöhte Markttransparenz sowie Veränderungen der Branche und der Wettbewerbssituation. Nach Betrachtung der untersuchten Branchen stellen die Autoren fest, dass sich die Herausforderungen von Branche zu Branche unterscheiden und dadurch gesamthaft vielfältig sind. Die IKT-Unternehmen befürchten beispielsweise den Eintritt neuer Wettbewerber, während in der Dienstleistungsbranche sowie für Unternehmen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen die Datensicherheit ganz oben auf der Agenda steht.

Tatsächlich aber würden die befragten KMU die Digitalisierung insgesamt eher als Chance wahrnehmen.

Als Trend über alle Branchen hinaus bezeichneten die Teilnehmenden Effizienzsteigerungen durch die Automatisierung von Prozessen als grösste Chance. Dabei umfasst die Digitalisierung jedoch nicht nur den Prozess der Leistungserstellung, sondern auch die Vermarktungsstrategie sowie das Erlösmodell, welches wiederum das Nutzenversprechen der KMU massgeblich verändern kann. „Unternehmen aus der IKT-Branche sehen die grössten Chancen, während sich bei Handelsunternehmen ein fast ausgeglichenes Bild zwischen Chancen und Herausforderungen zeigt,“ so Tietz.

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STUDIE

Die im KMU-Spiegel 2017 dargestellten Ergebnisse basieren auf einer zwischen Januar und April 2017 landesweit durchgeführten Online-Umfrage. Ergänzt wurden die Ergebnisse durch Experteninterviews mit Vertretern aus Berufs- und Branchenverbänden sowie diversen Unternehmen. Bei den Recherchen sind zudem die Erkenntnisse und Ergebnisse weiterer Untersuchungen und Analysen von Branchenverbänden, Institutionen oder Unternehmen eingeflossen. Das Ergebnis ist ein umfassendes, branchenspezifisches Bild zu betriebswirtschaftlichen Aspekten im Generellen und zu Erfolgsstrategien im Speziellen bei Schweizer KMU.

Der KMU-Spiegel 2017 wurde dank der finanziellen Unterstützung von Helvetia Schweiz, BDO und Raiffeisen Schweiz ermöglicht und wird ebenfalls durch den Schweizerischen KMU-Verband unterstützt.

Medienkontakt Christian Jauslin Kommunikationsbeauftragter FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Studie unter: fhsg.ch/kmu-spiegel

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