Gender-Vorurteile kostet Firmen Geld | Die Wirtschaftsfrau
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Für ihre Studie haben der Forscher und sein Team Untersuchungen zum Thema Gender-Bias am Arbeitsplatz aus knapp 30 Jahren ausgewertet.

Gender-Vorturteile kostet Firmen Geld

Schon kleine Vorurteile gegenüber dem Geschlecht beim Einstellen neuer Mitarbeiter können zu hohen Diskriminierungsraten und Produktivitätsverlusten führen. Für die Arbeitgeber bedeuten solche Geschlechtervorurteile oft auch hohe Kosten. Dies zeigt eine Studie der Oregon State University (OSU). Die Studie sieht zwar deutliche Fortschritte, was Gender-Neutralität beim Recruiting angeht, betont aber auch, dass das Problem noch nicht beseitigt sei.

“Unbeabsichtigte Vorzüge”

“Geschlechtervorurteile sind tückische, unbeabsichtigte Präferenzen, die das eine Geschlecht über das andere stellen. Trotz kräftiger Versuche, derartige stereotype Vorstellungen beim Einstellen neuer Mitarbeitenden zu verringern, bleiben sie weiter bestehen und stellen mögliche Probleme für Unternehmen dar”, sagt Jay Hardy, Assistant Professor für Management am College of Business der OSU. Die Forschung habe schon lange Zeit darauf hingewiesen, dass solche Vorurteile existieren. Die Studie zeige nun auch, was das für Arbeitgeber bedeutet, sagt der Experte.

Diese müssten schon von Anfang an im Rekrutierungsprozess darauf achten, jegliche Art von Geschlechterstereotypen zu vermeiden. Bei der Entscheidungsfindung beim Recruiting können sich schon kleine Vorurteile mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Sicht des Gesetzes zu echten Diskriminierungen entwickeln, stellt Hardy klar. Das könne dann auch schnell ernste finanzielle Folgen für Unternehmen haben – zum Beispiel durch Gerichtsverfahren. Ein weiteres Problem sei aber auch, dass man dann unter Umständen jemanden eingestellt hat, der weniger qualifiziert ist und seinen Job nicht so erfolgreich erledigen kann, so der OSU-Wissenschaftler.

Von vier auf ein Prozent gesunken

Für ihre Studie haben der Forscher und sein Team Untersuchungen zum Thema Gender-Bias am Arbeitsplatz aus knapp 30 Jahren ausgewertet. Die Studien-Autoren haben herausgefunden, dass die entsprechende Bevorzugung eines bestimmten Geschlechts im Laufe der Zeit tatsächlich messbar nachgelassen hat. Noch vor einigen Jahren haben geschlechterstereotype Vorstellungen vier Prozent aller Einstellungsverfahren nachweislich beeinflusst. Heute ist dieser Einfluss nur noch bei einem Prozent der Fälle zu sehen.

 

Quelle: https://www.pressetext.com/news/recruiting-gender-bias-kostet-firmen-geld.html

Kategorie

News

Publiziert am

10.02.2021

Hashtag

#diewirtschaftsfrau #politik

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