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Die Wirtschaft eines Landes funktioniert nur, wenn die Menschen hochwertige Bildung erhalten.

Mehr Frauen mit einem tertiären Abschluss – was sagt uns das?

Der Anteil der Frauen, die mit einem Hochschulabschluss abschliessen, ist gemäss Bundesamt für Statistik in den letzten vier Jahrzehnten markant von 14% auf 40% angestiegen (Quelle BFS 2017). Die erhobenen Zahlen belegen, dass sich die moderne Frau in der Bildung und im Berufsleben eman-zipiert hat.

Betrachtet man die Zahlen im Detail, so können noch die einen oder anderen interessanten Schlussfolge-rungen gezogen werden. Während von derheutigen Generation der 55-64-Jährigen nur 14.7% einen tertiären Abschluss aufweisen, so liegt dieser Anteil bei den Generationen y und z, sprich bei den 25-34-Jährigen, bei 40.2%. Ein markanter Anstieg. Die Männer weisen in dieser Generation noch einen Anteil von 35.1% auf. Im veröffentlichten Bericht „Bildung auf einen Blick“ 2018 der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wird bestätigt, dass insbesondere in der Altersgruppe der 25-34-Jährigen im Durchschnitt der OECD Länder 50% der Frauen im Vergleich zu 38% der Männer über einen Abschluss im Tertiärbereich aufweisen können. Den Menschen eine gute Bildung zu geben, ist unser gesellschaftlicher Auftrag.

Dadurch wird der soziale Frieden so gut wie möglich gewährleistet. Um die sozioökonomischen Bedingungen zu verbessern, ist es wesentlich, Ungleichheiten bei den Bildungschancen zu eliminieren. Ein hoher Bildungsstand hat direkte und positive wirtschaftliche und gesellschafts-politische Auswirkungen für uns alle aber auch auf die Einzelne und den Einzelnen. Menschen mit einem höheren Bildungsstand sind stärker sozial engagiert und weisen gemäss dem Bericht der OECD höhere Beschäftigungsquoten auf.

Vor allem die Frauen haben vom Ausbau des tertiären Bildungsbereiches stark profitiert. Insbesondere in der jüngeren Generation (25- 34-Jährige) verfügen mehr Frauen als Männer über einen Abschluss im Tertiärbereich. Im Tertiärbereich gibt es je nach Fachgebiet grosse Unterschiede im Anteil weiblicher resp. männlicher Bildungsteilnehmer und Bildungs-teilnehmerinnen. Ein grosser Teil der männlichen Bildungsteilnehmer stre-ben einen Abschluss in technischen Berufen an, wie zum Beispiel im Ingenieurwesen, im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe. Der Anteil der weiblichen Bildungsteilnehmer ist in diesen Fachgebieten demzufolge gering.

Im beruflichen Umfeld haben die Frauen im Allgemeinen eine niedrigere berufliche Position als Männer, meistens sind die Frauen in Positionen ohne leitende Funktion tätig. Auch bei den selbstständig Erwerbenden sind die Männer deutlich häufiger vertreten. Selbst bei gleichem Bildungsstand von Männern und Frauen wird sich diese Verteilung kaum ausgleichen, zumal die Frauen eine grosse Verantwortung im Haushalt und insbesondere in der Kindererziehung zu tragen haben. Dies führt zusammen mit der kaum verbreiteten Opportunität zu Jobsharing zu einer Einschränkung der Flexibilität.

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