
Eine fiktive Frau im Jahre 2050 – eine Zeitreise von Léa

Altersvorsorge und Pension für Frauen in Führungspositionen: Chancen, Herausforderungen und Handlungsbedarf in der Schweiz

Rückblick einer Frau, die den Wandel miterlebt hat
2025 – Der Startpunkt
Claudia erinnert sich gut an ihre Arbeit in den 2020ern:
- Sie war die einzige Frau in der Führungsrunde ihres Architekturbüros.
- Teilzeit in Führungspositionen? Kaum vorstellbar.
- Lohnunterschiede? Offiziell „nicht vorhanden“, inoffiziell aber spürbar.
- Kundenprojekte wurden manchmal lieber an ihre männlichen Kollegen vergeben – „wegen der Erfahrung“ (die sie in Wahrheit genauso hatte).
Sie musste sich oft doppelt beweisen, um ernst genommen zu werden.
2030 – Erste echte Veränderungen
- Elternzeit für beide Geschlechter wurde politisch verankert.
- Homeoffice-Regeln und flexible Modelle kamen dank Technologie- und Arbeitsrechtsreformen.
- Immer mehr Frauen übernahmen technische Projektleitungen – vor allem, weil Schulen seit Ende der 2020er gezielt Mädchen in MINT-Fächern förderten.
Claudia merkte: Die Jüngeren kamen mit einem ganz anderen Selbstverständnis ins Berufsleben.
2040 – Der Wendepunkt
- Lohntransparenz wurde in der Schweiz Pflicht. Das Thema „Gender Pay Gap“ war nach wenigen Jahren praktisch erledigt.
- Unternehmen wurden gesetzlich verpflichtet, Führungspositionen geschlechtergerecht zu besetzen – erst als Quote, später als Selbstverständlichkeit.
- Die Care-Arbeit wurde gesellschaftlich neu verteilt, weil Männer genauso oft und lange Familienzeit nahmen wie Frauen.
Claudia erlebte, wie plötzlich gemischte Führungsteams die Norm wurden – nicht nur in Verwaltung und Politik, sondern auch in der Bau- und Ingenieurbranche.
2050 – Heute
Claudia leitet noch immer Projekte – inzwischen oft als Mentorin und Beraterin.
Sie sieht junge Frauen, die
- in Drohnenbau, Energiesystemtechnik, Architektur und KI-Entwicklung arbeiten,
- selbstverständlich Führungsrollen annehmen,
- in politischen Ämtern sitzen und
- Familien haben, ohne dass es als „Karriererisiko“ gilt.
Claudia lächelt oft, wenn sie daran denkt, wie sie 2025 noch über „Frauenförderprogramme“ diskutieren musste. Heute wäre so etwas überflüssig – die Strukturen sind fair, und die Gesellschaft erwartet Gleichstellung nicht mehr, sie lebt sie.
Kategorie
Arbeit
Publiziert am
19.08.2025
Hashtag
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