SOZIALE ABSICHERUNG FÜR BÄUERINNEN | Die Wirtschaftsfrau
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Die Präsidenten des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) kämpfen seit Langem für eine Verbesserung der sozialen Situation der Frauen in der Landwirtschaft.

Soziale Absicherung für Bäuerinnen

Ein grosser Teil der Arbeit in Agrargebieten wird von Bäuerinnen verrichtet. Die meisten von ihnen sind nur schlecht oder sogar gar nicht sozial abgesichert. Am 30.09.2021 hat der Ständerat für besseren Schutz von Bauernfrauen gestimmt.

Eine Statistik des Bundes sagt, dass Bäuerinnen 63 Stunden pro Woche arbeiten. Trotz der harten Arbeit sind nur 30% von ihnen sozial abgesichert und werden für ihre Arbeit angemessen entschädigt. Nach dem Gesetz gelten Sie deshalb nicht als erwerbstätig. Bei Scheidungen und im Alter kann dies zu existenziellen Problemen führen.

Glücklicherweise gehört die Verbesserung des Sozialversicherungsschutzes von Bauernfamilien zu den unumstrittenen Elementen der Agrarpolitik ab 2022 (AP 22+). Beide Räte sistieren die Vorlage zur neuen Agrarpolitik. Deshalb hat sich das Parlament unabhängig davon mit der gesetzlichen Verankerung der sozialen Absicherung für Bauernfrauen in der Agrarpolitik beschäftigt.

Drei Motionen zur Besserung der Absicherung von Ehegatt:innen und Partner:innen von Landwirt:innen hat der Nationalrat bereits angenommen. Auch der Ständerat stimmte dafür, angemessene Entschädigung gesetzlich zu verankern.

Auch eine Motion zur Verbesserung des Sozialversicherungsschutzes von Ehepartner:innen in landwirtschaftlichen Betrieben wurde angenommen. Die Mutterschaftsentschädigung wurde jedoch abgelehnt. Diese sein bereits von den anderen Motionen abgedeckt.

Schritt in die richtige Richtung

Die Präsidenten des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) kämpfen seit Langem für eine Verbesserung der sozialen Situation der Frauen in der Landwirtschaft. Die Massnahmen, welche in den Motionen gefordert wurden, seien ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagt Anne Challandes, Präsidentin des SBLV. Es sei zwar ein kleiner Schritt aber zumindest eine öffentliche Anerkennung der Arbeit, die Bäuerinnen in der Landwirtschaft leisten. Nun sei wichtig, dass Frauen auch entlohnt werden, um ihre Altersvorsorge zu verbessern.

Challandes glaubt, die Kürzung von Direktzahlungen bei unzureichendem Versicherungsschutz der Partner:innen sei ein erprobtes Mittel, welches funktioniert. Natürlich sei die Reduktion eine Sanktion, sie falle aber moderat aus. Challandes sieht darin eine Balance zwischen den Interessen der mitarbeitenden Partner:innen und den Kosten für die Betriebe.

Quelle: https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/soziale-absicherung-der-baeuerinnen-duldet-keinen-aufschub-905213.html

Kategorie

News

Publiziert am

04.10.2021

Hashtag

#diewirtschaftsfrau #politik

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