Zusammenarbeit in Zeiten von Corona – Die Wirtschaftsfrau
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Der Zusammenhalt in der Corona Zeit ist sehr wichtig für die Unternehmen. 

Zusammenarbeit in Zeiten von Corona

Viele Unternehmen haben seit März 2020 Kurzarbeit angemeldet und ein Grossteil der Mitarbeitenden arbeitet vom Home Office aus. Dies stellt Firmen vor neue Herausforderungen, und unter anderem auch vor die Frage, wie gut (oder schlecht) die Zusammenarbeit untereinander und mit Kunden aussieht.

Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich sagen, dass viele Grossunternehmen in Bezug auf eine mobile Arbeitsweise schon vor der Corona-Krise gut gerüstet waren. Home Office war vielerorts schon vor der Krise möglich, remote-Arbeiten bereits bekannt und die Umstellung fiel deshalb nicht so schwer.

Anderes habe ich bei KMU oder Kleinstunternehmen beobachtet. Hier fiel die Umstellung etwas schwerer. Ich hatte Gelegenheit, mich während und nach der Krise mit Firmeneigentümern auszutauschen. Diese haben mir berichtet, dass es ihnen schwergefallen ist, plötzlich nicht mehr jeden Tag im Büro zu sein und sie es als herausfordernd empfunden haben, die eigene Firma plötzlich virtuell führen zu müssen. Ich kann das gut nachvollziehen, will man doch am liebsten immer die Kontrolle über sein eigenes Unternehmen live sehen.

Auch im direkten Umfeld bei den Mitarbeitenden habe ich mich umgehört. ManagerInnen, die vor Corona einen schlechten Führungsstil hatten, wurden so sagte man mir, noch schlimmer in dieser Krise. ManagerInnen mit einem guten Führungsstil, konnten mehr Erfolg in dieser Zeiten verbuchen. Soweit nachvollziehbar; doch was heisst das für die Mitarbeitenden und das Unternehmen? Es wird Firmen oder Abteilungen geben, die gestärkt aus der Krise kommen, und solche, die sich neu orientieren werden. Vielleicht suchen sich nun mehr Menschen eine Teilzeitstelle, um die «Corona Freiheiten» weiterzuleben. Damit  meine ich, das flexible Modell, auch mal den Vormittag für Sport und Freizeit zu nutzen, dafür abends oder am Wochenende zu arbeiten. Ich bin überzeugt, dass Unternehmen künftig diese Möglichkeiten anbieten müssen, um weiterhin als attraktiven Arbeitgeber zu gelten.

Die Kundenzusammenarbeit hat sich, auf mein eigenes Unternehmen bezogen, nicht sehr verändert. Wir besuchen unsere Kunden weiterhin vor Ort mit den nötigen Vorsichtsmassnahmen. Während dem Rekrutierungsprozess ist der Austausch wie gehabt, ausser, dass Zoom oder Skype for Business den persönlichen Austausch ersetzt haben. Ich persönlich ziehe ich ein persönliches Treffen mit Kandidaten und Kandidatinnen immer noch vor, da so der Mensch am besten einschätzbar ist. Sich nicht mehr die Hand zu geben bei einem Gespräch fällt mir immer noch schwer, da der Händedruck ja oft auch ein Teil der Persönlichkeit widerspiegelt.

In diesen wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist eine klare, offene und transparente Kommunikation vom Management gefragt. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass Unternehmen in der Pflicht stehen, ihre Mitarbeitenden transparent zur aktuellen Krisen-Strategie zu informieren. So weiss das Team wo es steht und womit zu rechnen ist. Leider kenne ich auch viele Menschen die in der Krise ihren Job verloren haben. Unerwartet, wie sie sagen, da das Unternehmen ja Kurzarbeit angemeldet habe und man sicher war, finanzielle Lücken zu überbrücken. Im Allgemeinen würde ich behaupten, dass die meisten Menschen offener, toleranter und versöhnlicher geworden sind. Vielleicht liegt es daran, dass Corona uns gezwungenermassen alle entschleunigt hat.

Kim Johansson

Webseite
salesahead.com

Beruf
Managing Director

Firma
SalesAhead AG

Kategorie

News

Publiziert am

10.08.2020

Hashtag

#diewirtschaftsfrau #politik

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